Individuelle Förderung von Schülern mit einem besonderen Förderbedarf im Bereich Lese-Rechtschreib-Schwäche und Dyskalkulie ist schon lange integrativer Bestandteil der pädagogischen Arbeit der JCBS. In den vergangenen Jahren konnte dadurch manche positive Entwicklung bei Schülerinnen und Schülern ausgelöst bzw. begleitet und verstärkt werden.
Im Lauf der Jahre wurde das Förderkonzept weiterentwickelt und stellt sich heute folgendermaßen dar:
... intensiv:
Der Förderunterricht wird in 2 Wochenstunden angeboten. In der Grund- und Hauptschule wird hierfür zum einen die Förderstunde genutzt, die der gesamten Klasse zusteht. In dieser werden die Förderschüler aus der Klasse herausgenommen und von der Förderkraft im Lese-Rechtschreibbereich differenziert unterrichtet. Eine zweite Förderstunde wird in die 5. bzw. 6. Stunde nach Schulschluss gelegt.
Da in der Realschule keine Förderstunde für die Klasse im Kontingentsstundenplan ausgewiesen ist, findet die Förderung einmal vormittags und einmal nachmittags statt. Durch zwei Förderstunden pro Woche können wesentliche Übungs- und Lerninhalte besser wiederholt und somit nachhaltig vertieft werden.
... kostengünstig:
Der Förderunterricht findet in Kleingruppen von 3 bis 6 Schülern statt. Die Förderstunde für Grund- und Hauptschüler, die während der Klassen-Förderstunde gehalten wird, ist kostenfrei. Für die zweite Förderstunde beläuft sich der Beitrag pro Schüler und Monat auf 25 €. In der Realschule betragen die Kosten für zwei Förderstunden pro Schüler und Monat 40 €. Ab Klasse 7 findet die Förderung nur noch im Einzelunterricht mit einer Stunde pro Woche statt. Die Kosten belaufen sich hier auf 89 € pro Schüler pro Monat.
Eine Förderung im Bereich Dyskalkulie ist ebenfalls im Einzelunterricht zu den o.g. Konditionen möglich.
Der Einstieg in die Förderung ist jeweils zum 1. bzw. 2. Schulhalbjahr möglich. Die Verträge laufen mindestens über ein Halbjahr.
... transparent:
Die Diagnose: In Klasse 2 und in den Klassen 5 der Haupt- und Realschule wird in der ersten Woche des Schuljahres die Hamburger Schreibprobe durchgeführt - ein Test, der die individuelle Rechtschreibleistung jeder/s einzelnen Schülerin/s abfragt. Auch alle Quereinsteiger bis einschließlich Klasse 7 durchlaufen diesen Test. Selbstredend beobachtet auch der Fachlehrer im laufenden Schuljahr die Leistungen der Schüler. Auf diese Weise können Defizite im Bereich Lesen und Rechtschreiben frühzeitig festgestellt und angegangen werden.
Erstellen eines Förderplans: Wird bei einem Schüler ein Förderbedarf festgestellt, arbeiten Fachlehrer und Förderkraft einen individuellen Förderplan aus. Hier werden die genauen Förderbereiche und Maßnahmen festgehalten.
Vereinbart wird auch der Zeitraum, in dem die Förderung stattfinden soll. Der Förderplan wird anschließend mit Eltern und Kind besprochen und gemeinsam unterzeichnet.
Förderung und Auswertung der Förderung: Im festgelegten Zeitraum findet nun die Förderung statt. Nach Ablauf dieses Zeitraums werten Fachlehrer und Förderkraft aus: Inwiefern hat die Förderung einen Lernfortschritt bewirkt? Welche Maßnahmen haben gegriffen? Sollte die Förderung fortgesetzt werden? Wenn ja, wie?
Im Anschluss treffen sich Förderkraft, Eltern und Schüler und sprechen über die Ergebnisse der Auswertung. Gemeinsam wird vereinbart, ob - bzw. wie eine Förderung weitergeführt wird.